Gemeinde Schwabhausen

Vielseitiges Angebot im Jugendbüro

Jugendbüro
Besprechung im Jugendbüro. Die neue Jugendreferentin
der Gemeinde Schwabhausen, Gerlinde Nimtsch (links),
und Sandra Dölle planen die erste gemeinsame Veranstaltung.

Seit nunmehr drei Monaten besteht das Jugendbüro „mosaik“ in der Ludwig-Thoma-Straße 2 in Schwabhausen als Angebot der gemeindlichen Jugendarbeit. Zeit, um ein kurzes Fazit zu ziehen. Mit großer Spannung und Neugier öffnete ich am 21. Mai 2002 erstmals das Jugendbüro. Wie zu erwarten war, blieben die Besucher zunächst erst einmal aus, und so tröstete ich mich mit der Erkenntnis, dass es noch einige Zeit braucht, bis das „mosaik“ genutzt wird und bei den Jugendlichen wie Erwachsenen die Hemmschwelle des Unbekannten und Neuen überwunden ist. Wie sich zeigte, waren die Anlaufschwierigkeiten schneller als von mir angenommen überwunden, und bereits zur zweiten Öffnung kamen 6 Jungen, zu denen ich schon Kontakt aufgebaut hatte. Die Jugendsprechstunden (jeweils dienstags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr sowie donnerstags von 14.30 Uhr bis 19.00 Uhr) werden zunehmend von Jugendlichen im Alter zwischen 11 bis 17 Jahren als Treffpunkt, aber auch für Projektarbeit genutzt. So bauten drei Jungen (12 und 14 Jahre) und 1 Mädchen (13 Jahre) die Einrichtung für den bisher leer stehenden Keller. Mit viel Engagement und Kreativität wurde ein passendes Wandbild gestaltet sowie gebrauchte Möbel mit Farbe verschönert. Sicherlich ist vieles noch in der Anlaufphase, da die Gemeinde auf keine Erfahrungen mit Angeboten wie dem Jugendbüro zurückgreifen kann. So konnten Bereiche der ursprünglichen Konzeptidee wie Beratungsangebote für Jugendliche und Eltern bisher noch nicht in vollem Umfang umgesetzt werden. Dass ein Bedarf besteht, bezweifle ich nicht. Jedoch glaube ich, dass bei vielen Erwachsenen die Hemmschwelle, sich professionellen Rat und Unterstützung zu holen, noch sehr groß ist. Vielleicht spielen auch verständliche, aber unbegründete Ängste eine Rolle, nicht anonym zu bleiben, erkannt zu werden. Ich kann nur darauf hinweisen, dass alle Beratungen und Informationsgespräche kostenfrei sind und vertraulich behandelt werden. Erfolgreich schätze ich den erstmalig veranstalteten „Tag der offenen Tür im Jugendbüro“ zum diesjährigen Bürgerfest  ein. Viele interessierte Erwachsene nutzten dieses Angebot, das „mosaik“ kennen zu lernen und Fragen zu stellen. Mit vielen Eltern kam ich ins Gespräch; eine Gelegenheit, erste Kontakte herzustellen. Die Jugendarbeit geht online – „wieder eine Seite mehr im Internet“, werden einige denken. Sei es drum! Wir, d. h. Christoph Schramm (14 Jahre), unser Programmierer und ich arbeiten seit Ende Juli an einer Homepage für die Jugendarbeit. Wer interessiert ist, kann ja schon mal auf unsere vorläufige Seite www.jugendarbeit-schwabhausen.de schauen. Tipps und Wünsche zur Homepage sind erwünscht. Im nächsten Jahr sind weitere Projekte geplant. Sandra Dölle

September 2002

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