| Krieger- und Soldatenverein feierte Jubiläen | ||
Mit einer harmonischen und würdevollen Feier wurde das Dreifach-Jubiläum 90 Jahre Soldatenverein, Einweihung des Kriegerdenkmals und Fahnenweihe begangen. Zu den Klängen der Blaskapelle Schwabhausen, die zuvor schon den Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Michael musikalisch gestaltet hatte, marschierte die Festgesellschaft mit den Fahnenabordnungen des Jubiläumsvereins, des Kreisverbandes der Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine, den Soldatenvereinen in der Gemeinde sowie der Schwabhausener Feuerwehr und der Schützen zum Kriegerdenkmal, wo die 2. Bürgermeisterin Edeltraud Lachner in ehrendem Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege einen Kranz niederlegte. Sie erinnerte an die Einweihung des ersten Kriegerdenkmals an gleicher Stelle, in das 1921 zehn Namen frisch eingemeißelt waren. Das Denkmal musste nach 1945 noch weitere 54 Namen aufnehmen und stellt heute ein eindrucksvolles Mahnmal für den Frieden dar. "Frieden zu halten ist ein großes Wort, an dem es ständig zu arbeiten gilt. Friedenserziehung muss bereits im Elternhaus beginnen und sich in der Schule fortsetzen, um sich in das Bewusstsein einzumeißeln, so wie die Namen auf dem Denkmal", sagte Edeltraud Lachner in ihrer Festansprache. Ähnliche Worte fand Albert Winkler, der Vorsitzende der Soldaten- und Reservistenkameradschaft Schwabhausen. "Wir dürfen nicht wegsehen, wenn Unrecht und Gewalt geschieht und nicht tatenlos hinnehmen wie immer mehr Werte verlorgen gehen. In Sorge um den nationalen und globalen Frieden werden wir auch in Zukunft die Friedensarbeit und die Aktivitäten in unserem Soldatenverein aufrecht erhalten, mutig und wachsam sein, unsere toten Mahner des Friedens niemals vergessen und ihnen stets ein ehrendes Gedenken bewahren", beschloss Albert Winkler seine Rede und schloss in sein Totengedenken auch die bei Bundeswehreinsätzen in jüngster Zeit gefallenen und verstorbenen Soldatinnen und Soldaten ein. Bevor sich der Festzug zum Gasthof zur Post in Bewegung setzte, wurde gemeinsam "Der gute Kamerad" und die Bayernhymne gesungen und bei gesenkten Fahnen mit der Kanone ein dreifacher Ehrensalut geschossen. Beim anschließenden Festabend im Gasthof zur Post feierte die Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Schwabhausen ihr 90-jähriges Bestehen. In den Festreden der 2. Bürgermeisterin und Pfarrer Albert Hack wurde deutlich, welch hohen Stellenwert der Verein in der Gemeinde und in der Pfarrei hat. Ein Grußwort des Kreisverbandes Dachau der Krieger-, Soldaten- und Reservistenvereine verlas Peter Niedermair und der Bergkirchner Historiker Hubert Eberl spannte einen Bogen von der von ihm erforschten "Mannhardt-Familie" zu dem Oberrother Sepp Haas, der die Stalingradkapelle erbaut hat, die von der SRK betreut und gepflegt wird. Abgerundet wurde der Festabend mit dem Vortrag der Vereinschronik durch Albert Winkler und der Ehrung langjähriger Mitglieder sowie der Auszeichnung von Hans Westermair mit der Verdienstspange in Silber für sein Engagement bei der Spendensammlung für die Kriegsgräberfürsorge. | ||
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