| Gemeinde Schwabhausen trauert um Anton Kraus |
Nach längerer Krankheit ist am 21. November 2008 Anton Kraus kurz vor seinem 84. Geburtstag verstorben. In Rumeltshausen und in der Gemeinde Schwabhausen trauert man um einen Mann, der sich ein halbes Jahrhundert lang ehrenamtlich für seine Mitmenschen engagiert hat und nicht nur in seinem Heimatort als Institution galt, sondern über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt und beliebt war. Eine große Trauergemeinde, darunter zahlreiche amtierende und ehemalige Gemeinderäte, nahm auf dem Rumelthausener Friedhof Abschied von Anton Kraus. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Dr. Paul Inje würdevoll gestaltet und vom Kirchenchor musikalisch umrahmt. Fahnenabordnungen des Krieger- und Soldatenvereins, des Schützenvereins und der Feuerwehr begleiteten Anton Kraus auf seinem letzten Weg. Bürgermeister Josef Mederer würdigte in seiner Grabrede die Verdienste des Verstorbenen und legte namens des Gemeinderates einen Kranz nieder. Insgesamt 40 Jahre, von 1956 bis 1996 war Anton Kraus Gemeinderat, erst in der selbstständigen Gemeinde Rumeltshausen und anschließend in der Großgemeinde Schwabhausen. In dieser Zeit gab es zahlreiche Entscheidungen zu treffen, bei denen Anton Kraus seinen Sachverstand, seine Erfahrungen und sein Wissen mit einbrachte. Er war gradlinig, nahm nie ein Blatt vor den Mund und verlor nie die Bodenhaftung. Dafür wurde er ebenso geschätzt, wie für seine kritischen Anmerkungen, die aber immer der Sache dienten. Für seine Verdienste wurde ihm die kommunalpolitische Verdienstmedaille des Freistaates Bayern und 1999 die Bürgermedaille der Gemeinde Schwabhausen verliehen. Mit der gleichen Leidenschaft wie in der Kommunalpolitik kümmerte sich Anton Kraus um seinen landwirtschaftlichen Betrieb und um seine Familie. So lange es sein Gesundheitszustand erlaubte, sah er auch im Ruhestand regelmäßig im Stall und auf dem Feld nach dem Rechten und hatte viel Freude an seinen Enkeln. Um Anton Kraus trauern besonders seine Ehefrau Waltraud und die beiden Töchter Rosmarie und Gabriele mit ihren Familien. Als echten Rumeltshausener lag ihm sein Geburtsort und eine intakte Dorfgemeinschaft sehr am Herzen. Er war Mitglied in allen Vereinen, wurde zum Ehrenschützenmeister ernannt und war über Jahrzehnte in der Kirchenverwaltung von St. Laurentius tätig. Als letzten Gruß legten die Vertreter des Schützenvereins, der Feuerwehr, des TSV Schwabhausen, der Freien Wähler, des Stockclubs und des Krieger- und Soldatenvereins, begleitet von den Klängen der Blaskapelle und Böllerschüssen, Kränze und Blumengebinde am Grab nieder.
|
| zurück |