Gemeinde Schwabhausen

Mobilfunk in der Gemeinde Schwabhausen

Vorstellung des Messungsergebnisses hochfrequenter 
elektromagnetischer Felder in Schwabhausen nach der 
26. BImSchV

-Expertenrunde bescheinigt der Gemeinde "vorbildliches Handeln" in der 
Diskussionsveranstaltung im Rathaus-

-Errichtung einer Sendestation auf der Aussegnungshalle (alter Wasserturm) in Schwabhausen-

 

Vorstellung des Messungsergebnisses hochfrequenter 
elektromagnetischer Felder in Schwabhausen nach der 
26. BImSchV

Der Gemeinderat Schwabhausen hat in seiner Sitzung am 09.04.2002 den Auftrag über Beratung/Information über HF-technische Erfordernisse und Möglichkeiten und Messungen an Messpunkten im Umgriff der Aussegnungshalle Schwabhausen an die Landesgewerbeanstalt Bayern in Nürnberg (LGA) vergeben. Die Messung wurde am 04.06.2002 durchgeführt; das Messungsgutachten ist am 21.08.2002 bei der Gemeinde eingegangen und wurde nun von Frau Dr. Ing. Hannah Heinrich von der LGA Bayern dem Gemeinderat vorgestellt Frau Dr. Heinrich stellte ihr Gutachten vor und erläuterte anhand von Folien die verschiedenen Antennentypen und Abstrahlrichtungen und erklärte hierzu die Entwicklung der Feldstärken, die Leistungsdichten sowie die Begriffe „gerichtete und gebündelte Abstrahlung“. Sie stellte fest, dass in Hauptstrahlrichtung der Anlage keine Wohnbebauung vorhanden ist. In Bezug auf den Messpunkt 5 stellte Frau Heinrich die Abweichung zu den anderen Messstellen dar. Im Bereich dieses Messpunktes liegen ihren Angaben zufolge die Messwerte bei einem Tausendstel der Grenzwerte; selbst die sog. Schweizer „Vorsorgewerte“ werden hier noch um ein Zigfaches unterschritten. Auf Anfrage erklärte Frau Heinrich, dass bei ihrem Gutachten sowohl die thermischen als auch die athermischen Effekte berücksichtigt sind. Die derzeit gültigen Grenzwerte nach der 26. BImSchV schließen nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand eine gesundheitliche Gefährdung aus. Zusammenfassend stellte der Vorsitzende fest, dass es sich bei diesem Thema um eine hochkomplizierte Materie handelt. Obwohl eine 100-prozentige Sicherheit nicht bestehe kann festgestellt werden, dass die Werte der Schwabhausener Anlage bei der Gesamtimmission um bis zum 5000-fachen laut Gutachten unter den Grenzwerten liegen. Dabei muss noch berücksichtigt werden, dass die Messergebnisse auf das Höchstmaß hochgerechnet wurden. Nachdem es von Seiten der Gemeinde Schwabhausen beim Thema „Sicherheit“ keine Kompromisse gebe und die Gemeinde auch nicht leichtfertig mit diesem Thema umgeht, wird mit diesem Gutachten belegt, dass die Vorschriften eingehalten werden und die Gesundheit der Bürger und Nachbarn der Anlage nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt wurde.

Oktober 2002

-Expertenrunde bescheinigt der Gemeinde "vorbildliches Handeln" bei der 
Diskussionsveranstaltung im Rathaus-

Die Expertenrunde

Ein "vorbildliches Handeln" im Sinne der Staatsregierung bestätigte Ministerialrat Peter Weigl vom Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen bei der Expertenanhörung im Sitzungssaal des Schwabhauser Rathauses. Der Gemeinderat hatte diese Expertendiskussion aufgrund der Errichtung der Sendeanlage am alten Wasserturm beschlossen. 
Zunächst waren rund 40 Bürger  zu der Veranstaltung gekommen. Quintessenz der Diskussion war "die Forschung auf diesem Gebiet muß weitergeführt und ausgebaut werden". Die Diskussionsrunde war besetzt mit Ministerialrat Dr. Günther Kerscher (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz), Ministerialrat Peter Weigl (Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen), Wolfgang Hotz (Regulierungsbehörde Telekommunikation) und Ulrich Wittfeld (DeTeMobil), die Moderation übernahm Rico Rank von Radio 106.4. Von der Interessengemeinschaft "Gesundheit vor Mobilfunk" nahm bedauerlicherweise kein Vertreter in der Diskussionsrunde teil. Einer der Sprecher, Christian Bauer, verlaß eine Stellungnahme der Interssengemeinschaft. Im Anschluß daran verließen die IG-Mitglieder die Veranstaltung. Leider konnte dadurch mit den Mitgliedern der Interessengemeischaft keine Diskussion mehr geführt werden. Bauer sprach von einer "Alibi-Veranstaltung" und kritisierte die Vorgehensweise von Bürgermeister und Gemeinderat. Übrig blieben etwa 30 Bürger, darunter viele Gemeinderäte und Mitglieder der örtlichen Agenda-Gruppen. Bürgermeister Josef Mederer bedauerte das Verhalten der Interessengemeinschaft und widerlegte Behauptungen der Interessengemeinschaft und belegte dies auch durch Stellungnahmen der Aufsichtsbehörde (Landratsamt Dachau). Vor allem betonte er, daß die Aussage, die Verträge seien zunächst ungültig gewesen nicht stimme. Die Verträge waren im Außenverhältnis wirksam und deshalb kann die Telekom auch die Erfüllung der Verträge verlangen. Da der Vertreter der Mobilfunkgegner in der Expertenrunde fehlte oblag es dem Publikum, Fragen zu einer möglichen Gesundheitsschädigung zu stellen. Dr. Günther Kerscher, der Vertreter des bayerischen Gesundheitsministeriums erklärte, dass nach heutigem Stand der Wissenschaft die deutschen Grenzwerte unbedenklich seien und man Auswirkungen auf dieDiskussionsteilnehmer Gesundheit nicht belegen könne. Allerdings gäbe es noch viele offene Fragen. Einig waren sich Publikum und Experten, dass im Forschungsbereich großer Handlungsbedarf besteht und die Staats- sowie auch Bundesregierung aufgerufen sei, ausreichende Mittel dafür zur Verfügung zu stellen. Ulrich Wittfeld von DeTeMobil erklärte, dass in Schwabhausen mit dem Standort der Anlage auf dem ehemaligen Wasserturm eine sehr gute Lösung gefunden worden wäre, was die Ausrichtung der Antenne und den Abstand zur Wohnbebauung angeht. Alle Werte der Schwabhauser Sendeanlage, sogar die sogenannten Schweizer Vorsorgewerte werden weit unterschritten. Dieser Überzeugung ist auch Bürgermeister Mederer, der es nach wie vor für besser hält, den Antennenaufbau zur "Gemeindesache" zu erklären, als zu riskieren, dass eine Anlage inmitten eines Wohngebietes installiert wird. Dies wäre jederzeit möglich, da die Sendeanlagen nicht genehmigt werden müssen. Ministerialrat Peter Weigl bestätigte eine "vorbildliche Handlungsweise" der Gemeinde im Sinne der Staatsregierung. Weigl sicherte auch eine von Bürgermeister Mederer geforderte Feldstärkenmessung in absehbarer Zeit zu. Weitgehende Sicherheit biete auch die Tatsache, dass die Sendeanlagen laut Wolfgang Hotz von der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post regelmäßig kontrolliert werden. Falls die Anlage technisch um- oder aufgerüstet werden sollte, wird das Landratsamt und die Gemeinde informiert.

September 2001

 
-Errichtung einer Sendestation auf dem alten Wasserturm in Schwabhausen-

Der Mobilfunkbetreiber T-D1 kam u. a. auf die Gemeinde zu, um zur besseren  Versorgung des Gebietes Schwabhausen einen Antennenstandort aufzubauen. In anderen Kommunen hat die Vergangenheit gelehrt, dass oft bei privaten Vermietern in unmittelbarer Wohnbebauung Antennen errichtet wurden. Es war deshalb von der Gemeinde abzuklären, ob ein geeigneter Gemeindestandort nicht verträglicher angeboten werden kann. Der Standort am ehemaligen Wasserturm schien ein geeigneter Standort zu sein. Es wurde im Gemeinderat vorgetragen, dass es ein verträglicher Standort sei und einer Entscheidung aus privater Seite vorgebeugt wird, um in unmittelbarer Wohnbebauung keine Sendeanlage zu errichten. Am 7. November 2000 wurde im Gemeinderat einstimmig die Entscheidung getroffen, zur Errichtung einer Mobilfunkanlage am ehemaligen Wasserturm. Im Landesentwicklungsprogramm Bayern ist als Vorgabe für Gemeinden festgelegt, ein flächendeckendes Versorgungsnetz aufzubauen. Von der Weltgesundheitsorganisation wird die Angelegenheit als unbedenklich angesehen, sofern die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. In der Regel sind nur geringe Abstände notwendig. Bei der Schwabhauser Sendeanlage beträgt der Abstand zur nächsten Wohnbebauung (Bergstraße) rund 140 Meter. Eine Nachfrage beim Bayer. Umweltministerium hat ergeben, dass bei dieser Entfernung von 140 Metern zur nächsten Bebauung überhaupt keine Bedenken bestehen. Der Bayerische Gemeindetag hat der Gemeinde ferner bestätigt, das es richtig war, sich selbst um einen verträglichen Standort zu bemühen und damit eher Schaden für die Bürger abzuwenden. Die Gemeinde hat so gehandelt, wie es der Bayerische Gemeindetag empfohlen hat. Aufgrund der geäußerten Bedenken der Anwohner beschloß der Gemeinderat in der Sitzung am 26. Juni 2001 zum Thema Mobilfunk schnellstmöglich eine öffentlich Anhörung (sog. Expertenrunde) einzuberufen. 


Mobilfunkgrenzwerte
  Schwabhausen (Messung in 100 Metern Entfernung) Deutschland-
Grenzwerte
Schweizer
"Vorsorgewert"
elektr. Ersatzfeld-
stärke (Volt/Meter)
0,971 42 4
magnetische Fluß- dichte (Watt/m²) 0,00250 4 0,042

 

Die Sendeanlage auf der Aussegnungshalle in Schwabhausen weist folgende Werte, ausgehend
von 8 Metern Höhe bei einer Sendeleistung von 20 Watt pro Sektor, auf.

Sendeanlage Schwabhausen
-elektr. Feldstärke in V/m-
Entfernung Feldstärke in V/m
50 Meter 1,924
100 Meter 0,971
150 Meter 0,648
200 Meter 0,487

 

Sendeanlage Schwabhausen
-magn. Flußdichte in W/m²-
Entfernung Flußdichte in W/m²
50 Meter 0,00981
100 Meter 0,00250
150 Meter 0,00112
200 Meter 0,000628

 

Lageplan der Sendeanlage

Standort Sendeanlage

 

 

Quelle: sämtliche Werte gem. Computersimulation von t-mobile
Stand: 06.07.2001

 

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