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Chronikverein Oberroth |
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Neuwahlen standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung des Vereins "Dorfgeschichte Oberroth". Das Ziel des Vereins ist die Herausgabe eines Oberrother Heimatbuches. Mit vier ausgebildeten Heimatforschern im Verein sind beste Voraussetzungen geschaffen worden, um das Vorhaben in absehbarer Zeit zu verwirklichen. Für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt wurde Karl-Heinz Greil ebenso einstimmig wie Stellvertreter Roland Straucher und Schriftführer Klaus Burgermeister. Korbinian Kellerer gab seinen Posten an Hilmar Witter ab. Korbinian Kellerer bleibt dem Verein aber zusammen mit Hans Kellerer und Stefan Weber als Beisitzer erhalten. Die langjährige Arbeit der Chronisten, die in der Hauptsache aus dem Sammeln, Sortieren und Archivieren von Unterlagen bestand, fand 2004 einen ihrer Höhepunkte, als man im Ort eine Ausstellung auf die Beine stellte, die großes Interesse bei Besuchern aus Nah und Fern fand. Für einen Tag ließ man die alte Gastwirtschaft wieder aufleben und öffnete das ehemalige Wegerl, das als Verbindungsachse zur Kirche diente. Nach diesem Erfolg gingen die Chronisten wieder zum "Alltagsgeschäft" über und stellten mit einem Seitenblick auf die damals kurz vor der Drucklegung stehenden Heimatbücher in Arnbach und Schwabhausen ganz realistisch fest, dass ohne entsprechende Ausbildung und ohne fremde Hilfe die Chancen für ein Oberrother Heimatbuch schlecht stünden. Hilfe kam in dieser Zeit von "Region Aktiv", dort wurden entsprechende Seminare angeboten. Karl-Heinz Greil, Klaus Burgermeister, Stefan Weber und Hilmar Witter nahmen dieses Angebot wahr und ließen sich in einem anderthalb Jahre dauernden Kurs zu zertifizierten Heimatforschern ausbilden. "Es war eine harte Zeit, aber es hat sich gelohnt", sagt Karl-Heinz Greil. "Mit dem Erlernten geht uns jetzt alles viel leichter von der Hand und wir können vieles selber machen". Auch finanziell sind die Weichen gestellt. Wie dem Kassenbericht zu entnehmen war, konnte der Verein in den vergangenen Jahren durch Mitgliedsbeiträge, Spenden, Veranstaltungserlöse und Zuschüsse bereits ein ansehnliches Geldpolster ansammeln und die 2. Bürgermeisterin Edeltraud Lachner, die in Vertretung von Josef Mederer der Versammlung beiwohnte, sagte weiterhin die Unterstützung der Gemeinde für das Projekt zu. Mit der Einrichtung eines Chronik-Büros samt Archiv im Hause Greil hat sich auch organisatorisch einiges getan. Das Konzept sieht eine Gliederung ähnlich dem Schwabhauser Buch vor, allerdings soll das Oberrother Werk ganz auf den Ort Oberroth zugeschnitten sein und die Besonderheiten dieses Dorfes herausstellen. Professor Wilhelm Liebhart wird die wissenschaftliche Betreuung übernehmen und die Dorfgeschichte bis 1818 schreiben. Für die Erstellung der Kirchengeschichte hat Pfarrer Werner Kellermann seine Unterstützung zugesagt. Gefunden werden muss noch ein Autor für den aufwändigsten Teil des Buches, die Haus- und Hofgeschichten. Zur Mitarbeit wird natürlich auch die Oberrother Bevölkerung aufgefordert, die mit Fotomaterial, alten Schriftstücken und vor allem Erinnerungen viel zum Gelingen des Projekts beitragen kann. März 2006 |
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