| Pfarrer Werner Kellermann feierte 65. Geburtstag |
Seinen 65. Geburtstag konnte der Oberrother Pfarrer Werner Kellermann feiern. Obwohl er kein großes Aufheben von seinem Wiegenfest machen wollte, ließen es sich zahlreiche Pfarreimitglieder und Vereinsvertreter nicht nehmen, dem beliebten Seelsorger zu gratulieren und mit Geschenken ihre Aufwartung zu machen. Bei einem gemütlichen Kaffeekränzchen, das die Oberrother Frauen mit einem großen Kuchenbüffet bestückt hatten, erzählte Pfarrer Kellermann aus seinem bewegten Leben, in dessen Verlauf es zahlreiche Hindernisse zu umschiffen galt. 1944 in München geboren, verbrachte er die Kinderjahre in der Nähe von Weilheim und begann später mit dem Studium der Theologie und der Pädagogik. Er wollte aber nicht den einfachen, sondern seinen ganz persönlichen Weg gehen, brach die Ausbildung am Priesterseminar in Freising ab, und übernahm eine erste Aufgabe in einer Pfarrei bei Hildesheim. Beeindruckt vom dortigen gemeinschaftsbestimmten Leben kehrte er nach München und nahm das Studium an der Uni München wieder auf. Kardinal Döpfner kann ihn für die eigene Diözese gewinnen und sorgt dafür, dass Kellermann 1970 als jüngster Kandidat zum Priester geweiht wird. Nach ersten Berufserfahrungen in einer großen Pfarrei in Waldtrudering und in der Universitätspfarrei Sankt Ludwig sucht er sich 1976 eine eigene Pfarrei. Dank des rührigen Kirchenpflegers Hans Koll fällt die Wahl auf Oberroth. Gegen den Rat der Schulkommission im Ordinariat setzt Kellermann durch, dass er hauptberuflich als Religionslehrer in den Staatsdienst gehen kann und daneben die Pfarrstelle übernehmen kann. Werner Kellermann, der sich selbst gerne als "Hobbypfarrer" bezeichnet, wird in Oberroth zum unermüdlichen Kirchensanierer. Mit zwei aufwändigen Kirchenrenovierungen, die zuletzt 2003 durch die Weihe durch Erzbischof Friedrich Kardinal Wetter gekrönt wurden, der Anschaffung eines neues Bronzegeläuts und der Ausstattung der romanischen Kirche mit zahlreichen Werken zeitgenössischer Künstler, konnte Pfarrer Werner Kellermann viel Anerkennung finden. Bürgermeister Josef Mederer, der zusammen mit seiner Vertreterin Edeltraud Lachner ebenfalls zu den Gratulanten zählte, bezeichnete Pfarrer Kellermann als "Leuchtturm im bürgerlichen Ehrenamt", der nie müde wurde, etwas für seine Pfarrei zu erreichen. Für sein langjähriges und beispielhaftes Wirken in der Pfarrei Oberroth wurde Pfarrer Kellermann bereits 2006 mit der Bürgermedaille der Gemeinde ausgezeichnet. Aber immer wieder wehte dem rührigen Pfarrer auch kalter Wind ins Gesicht. "Viel zu teuer", musste er sich oft im Ordinariat aber mitunter auch in der Pfarrei anhören. Dass er immer wieder die Kraft zum Weitermachen fand, ist seiner Lebenseinstellung, aber auch tatkräftigen Mitstreitern und Freunden zu verdanken. "Man muss nicht nur auf Gott vertrauen, sondern auch kämpfen - und den Mut haben anzuecken", sagt Werner Kellermann und betont dabei, wie wichtig Freundschaften, Hilfsbereitschaft und gemeinsame Ziele sind. Dass er kämpfen kann, hat Werner Kellermann im vergangenen Jahr bewiesen, als eine Gehirnblutung seinem Berufsleben als Studiendirektor am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck ein abruptes Ende setzte. Allen ärztlichen Prognosen zum Trotz ist er wieder so weit genesen, dass er seinen Gesundheitszustand als zufriedenstellend bezeichnet und er seine Aufgaben als ehrenamtlicher Pfarrer weiter erfüllen kann. Er bedankte sich in diesem Zusammenhang besonders bei seiner Mitarbeiterin Elisabeth Eibl, die seit 23 Jahren mit Kompetenz und Liebenswürdigkeit für das reibungslose Funktionieren von Pfarrhaushalt und Pfarrverwaltung sorgt. Für die Zukunft wünscht sich Werner Kellermann, dass die gegenseitige Hilfsbereitschaft nicht noch weiter abnimmt und freut sich darüber, dass in der Dorfgemeinschaft Oberroth die Welt dahingehend noch in Ordnung ist.
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