| Spatenstich zum Glonnbrückenbau in Arnbach |
Mit dem Neubau der Glonnbrücke in Arnbach hat die Gemeinde Schwabhausen erneut ein großes Bauprojekt in Angriff genommen. Bürgermeister Josef Mederer führte im Beisein von Gemeinderäten und ausführenden Unternehmen den ersten Spatenstich aus. Weil man sich auf einer steinernen Brücke mit Asphaltdecke mit dem Spaten recht schwer tut, schwang sich der Bürgermeister dazu auf einen Bagger. Im Rahmen einer Routineüberprüfung aller gemeindlichen Brückenbauwerke hatte sich herausgestellt, dass die beiden Glonnbrücken in Arnbach sanierungsbedürftig sind. Nachdem die Brücke über den Mühlkanal vor einigen Jahren instandgesetzt wurde, war dies laut Auskunft des TÜV Süd bei der zweiten Brücke nicht mehr mit vertretbaren Mitteln möglich. Der Gemeinderat vergab deshalb Ende 2007 einen Planungsauftrag, dessen Ergebnis den schlechten Zustand der 1920 erbauten Brücke verdeutlichte. "Bei Brücken geht man von einer Lebensdauer zwischen 80 und 100 Jahren aus - und die Brücke über die Glonn hat ihren Dienst getan" sagte Ulli Gallus vom Planungsbüro SSF & Partner aus München im Juli vergangenen Jahres, als er eine Reihe von Entwürfen im Gemeinderat vorstellte und dazu Fotos mit großen Rissen im Beton zeigte, aus denen bereits Grünpflanzen wachsen. Man entschloss sich deshalb, die alte Brücke, die auf eine Nutzlast von 3 Tonnen beschränkt war, abzureissen und durch eine neue Brücke in so genannter Bohrpfahl-Gründung zu ersetzen. Nach Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt, dem Fischereiberechtigten, geologischen Gutachten, Standsicherheitsprüfungen und Planung durch das Büro TOPgrün kann nun mit dem Neubau begonnen werden. Die Baumaßnahme wird durch die Firma Wadle Bau GmbH aus Landshut ausgeführt. Neben dem Brückenbau wird die Straße auf einer Länge von 436 Metern vom Bahnhof bis zur Gemeindegrenze ausgebaut und mit einem einseitigen Geh- und Radweg ergänzt. Die lichte Weite der Brücke wird 16 Meter betragen, die Breite zwischen den Geländern 9,75 Meter. Die veranschlagten Gesamtkosten betragen 408.000 Euro (zuwendungsfähige Kosten 375.000 Euro). Das Projekt wird durch die Regierung von Oberbayern mit 190.000 Euro gefördert. Während der Bauzeit, die mit rund 26 Wochen veranschlagt ist, wird der Verkehr von und nach Hirtlbach über Erdweg und Indersdorf umgeleitet. Ende des Jahres soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.
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