Gemeinde Schwabhausen
Sonnendach Schwabhausen - Erste Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage 
entsteht in der Gemeinde 

Dach

Die Gemeinde Schwabhausen plant, für die erste Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage das Süd-Dach der neuen Schule kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde unterstützt damit die Initiative des Arbeitskreises Energie & Umwelt der Agenda 21. Wir alle wissen, dass wir unsere fossilen Energien, Öl, Gas und Kohle, nicht wie bisher nutzen können. Sie sind, wie auch das Uran für die Atomenergie endlich. Das heißt, schon für unsere Kinder und erst recht für unsere Enkel stehen sie so nicht mehr zur Verfügung. Außerdem spüren wir bereits die Auswirkungen dieses herkömmlichen Energieverbrauchs durch ständig wachsende Veränderungen unseres Klimas. Extreme Ausschläge werden immer häufiger. Viele Teile der Welt sind von Dürre bedroht. Andererseits nehmen Überschwemmungen und Stürme so zu, dass selbst die Versicherungen sich wegen der nicht mehr kalkulierbaren Risiken teilweise zurückziehen. Neben des sorgsameren Umgangs mit Energie ist die Zeit zweifellos überreif für die verstärkte Nutzung der unbeschränkt zur Verfügung stehenden Sonnenenergie. Öffentliche Förderprogramme sollen den Umstieg auf umweltfreundliche Energien erleichtern und werden auch gut angenommen. Trotz der Einsicht in die Notwendigkeit fehlt aber vielen Leuten ganz einfach die Möglichkeit, Solarenergie zu nutzen. Um etwa Solarstrom wirtschaftlich zu erzeugen, braucht man ein geeignetes Dach oder eine andere Fläche. Außerdem scheuen viele Bürger den Aufwand für diese neue, ihnen unbekannte Materie. Welche Technik ist bewährt und zukunftssicher? Welche Förderungen gibt es? Wie und wo beantrage ich sie? Wer kann beurteilen ob die gelieferte Anlage einwandfrei arbeitet, wer überwacht und wartet sie? Fragen über Fragen, die sehr viele davon abhalten, diesen an sich vernünftigen Weg zu gehen. 

All diese Sorgen werden den Bürgern jedoch abgenommen, wenn sie sich einfach an einer netzgekoppelten Solarstrom-Gemeinschaftsanlage beteiligen. Darüber hinaus gibt es aber noch zusätzliche Vorteile. Der einzelne muss nicht mit seiner Bank über einen Kredit und entsprechende Sicherheiten verhandeln. Die Bank schließt den Kreditantrag mit der Gemeinschaft und sichert sich gleichzeitig die Förderung durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

Es werden Geschäftsführer bestellt, die den einzelnen Teilhabern verantwortlich sind, aber sich um alle anfallenden Dinge (Abrechnung, Wartungs- u. Reparaturaufträge etc.) kümmern. Ein besonderer Vorteil ist aber, dass die Rentabilität natürlich mit der Größe der Anlage steigt. Nicht umsonst sieht man immer häufiger sehr große Photovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Gebäuden und immer mehr kommerzielle Unternehmen versuchen bei den Gemeinden geeignete Dächer anzumieten. Durch die Kreditförderung und den auf zwanzig Jahre festgeschriebenen, hohen Abnahmepreis durch die Energieversorgungsunternehmen, ist diese Stromerzeugung nicht nur umweltfreundlich, sondern überdies eine wirtschaftlich durchaus interessante Geldanlage. 

Die Gemeinde Schwabhausen beabsichtigt, für die erste Photovoltaik-Gemeinschaftsanlage das Süd-Dach der neuen Schule kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidung hierzu steht in der nächsten Gemeinderatssitzung am 24. Juni 2003 an. Auf dieser Fläche könnten Module mit ca. 60 kWp (Kilowatt peak = Maximalleistung) montiert werden. Auch die regionalen Handwerker sollten darauf achten, dass die Entwicklung nicht an Ihnen vorüber geht. Für eine Anlage dieser Größe erfordert immerhin über 200.000 € Gesamtinvestition. Die Investoren bilden eine Gemeinschaft bürgerlichen Rechts (GbR), so dass der Ertrag, ohne kommerziellen Zwischenhändler, voll bei ihnen bleibt. Allerdings ist die Investitionssumme begrenzt, damit viele Bürger die Möglichkeit haben sich zu beteiligen. 

 

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