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Hexentreiben auf dem Schwabhauser Marktplatz |
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Bewaffnet mit Besen und einer großen Schere stürmten die Schwabhauser Hexen den Marktplatz. Wie in den vergangenen Jahren hatten die Walpurgisritterinnen auch heuer wieder ein Gedicht parat. Im Hinblick auf die WM machten sie Bürgermeister Josef Mederer "fußballtauglich". Sie überreichten ihm einen Schal, einen Fußballhut und Fan-Rassel. Traditionsgemäß tanzten sie ihren von Jürgen Dölfel selbst geschriebenen Hexen-Boogie. Mit den Worten "Wenn wir Hexen nicht wären, das ist ganz klar, wär es nie soweit gekommen, das ist wahr!", feierten sie den Wahlerfolg von Bürgermeister Mederer. Exakt an der Stelle hatte die besige Schar im vergangenen Jahr den Bürgermeisterwahlkampf für eröffnet erklärt. Aufgrund des guten Ergebnisses, was sich die Hexen auf ihr Zutun zuschrieben, sahen sie auch die Stoiber-Nachfolge als gesichert. Nicht nur als Ministerpräsidenten könnten sie sich ihren Bürgermeister vorstellen: "Als neuer König von Bayern würdest uns schon gefallen. Den Männern, Frauen, Rentnern, Teenies, einfach allen. München und Ingolstadt haben sich schon drauf eingestellt, mit einer Medererstrasse die Weichen neu gestellt. Die besige Schar fiel nach ihrem Hexengedicht über die bürgermeisterliche Krawatte her und forderte mit Erfolg den Rathausschlüssel. Gestärkt und mit einem dreifach "Schwabhau - Schwabhau - Schwabhau" machten sich die Hexenschar mit ihrem Besen wieder auf den Weg, um weiter ihr Unwesen zu treiben.
Februar 2006 |
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