Spendenübergabe im Kinderhospiz

Mitarbeiter und Elternbeiratsmitglieder des BRK-Kindergartens Tschu-Tschu-Bahn überbrachten kürzlich dem Kinderhospiz St. Nikolaus im Allgäu eine Spende von 250 Euro. Die Summe wurde im Rahmen des diesjährigen Sankt-Martins-Zuges von Eltern und Kindergarten-Team zur Unterstützung der gemeinnützigen Einrichtung gesammelt. Der Elternbeiratsvorsitzende Florian Scherf machte im schwäbischen Luftkurort Bad Grönenbach darauf aufmerksam, dass das einzige Kinderhospiz im süddeutschen Raum ohne Spenden nicht zu finanzieren wäre. Das Kinderhospiz ist aus dem Gedanken heraus entstanden, dass in erster Linie die lebensbegrenzt erkrankten Kinder versorgt und gepflegt werden müssen, aber auch deren Geschwister und Eltern begleitet werden, Entlastung erfahren und Hilfestellungen erhalten sollen. „Die Zuschüsse der Kranken- und Pflegekassen reichen aber nicht zur Kostendeckung aus - die Familie wird nicht als Ganzes berücksichtigt.“, so Scherf. „Unser kleiner Beitrag soll die Begleitung der gesamten Familie, besonders auch der Geschwister der erkrankten Kinder, mitfinanzieren helfen. “Bei einer Führung durch das Haus konnten sich die mitgereisten Mitarbeiter und Elternbeiratsmitglieder des Kindergartens selbst ein Bild von dem modernen, kindgerechten und sehr freundlichen Haus machen. Es bietet Platz für bis zu acht erkrankte Kinder und deren Familien. Neben behindertengerechten Wohn- und Schlafräumen stehen der Einrichtung verschiedene Therapieräume sowie ein Pflege- und Bewegungsbad zur Verfügung. Für die Familien, deren Kind während des Aufenthaltes im Kinderhospiz stirbt, wurde ein Abschiedsbereich mit einer kleinen Hauskapelle eingerichtet. Eine großzügige und natürlich gestaltete Gartenanlage mit Spielbereichen und Terrassen, die auch für Rollstuhlfahrer zugänglich sind, umgibt das Haus. „Niemand, der davon nicht betroffen ist, kann sich eine Vorstellung davon machen, was es heißt, für ein schwerstbehindertes Kind die Verantwortung zu haben.“, sagte bei der Führung die Hospiz-Mitarbeiterin Elke Schafnitzel. „Ein solches Leben heißt vor allem, nie Zeit zu haben, nie etwas länger planen zu können und den ganzen Tag nach dem Befinden des Kindes auszurichten. Selbst wenige Minuten ohne Betreuung können zu massiven Problemen führen. Die Kinder werden zum Teil über Magensonden ernährt, erhalten Medikamente, müssen inhalieren, werden abgesaugt oder gewickelt. Aus dem Haus gehen muss gut vorbereitet werden und ist nur an ‚guten’ Tagen möglich. Nachts müssen die kleinen Patienten alle paar Stunden umgelagert und versorgt werden.“ Das Hospiz gibt den Familien während ihres oft mehrwöchigen Aufenthaltes Zeit für sich selbst. Erholung bedeutet dabei für viele Eltern schon, einmal eine Nacht ungestört durchschlafen oder in Ruhe gemeinsam essen zu können. Das Kinderhospiz wird auch zukünftig Unterstützung aus Schwabhausen erhalten“, versprach Florian Scherf anlässlich der Übergabe der Spendensumme an Kirsten Pallacks vom Förderverein Kinderhospiz im Allgäu e. V.  „Wir sammeln Spenden, bieten die Hospiz-Glückskühe zum Verkauf an und verteilen Broschüren mit Informationen zur Arbeit des Hospizes.“Wer das Kinderhospiz unterstützen will, kann sich unter www.kinderhospiz-allgaeu.de näher informieren oder eine Spende an den – übrigens mit dem DZI Spenden-Siegel versehenen – Förderverein auf das Konto Nr. 10 229 706 bei der Sparkasse Memmingen, BLZ 731 500 00, überweisen.

 

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