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Sofort nach Bekanntwerden des Nürnberger
PCB-Falles in einer Schule reagierte die Gemeinde auf die Problematik. Es wurden
von Seiten der Verwaltung umgehend die Architekten von Schule und Kindergarten
abgefragt, ob auch in unseren Gebäuden PCB-Belastungen zu befürchten seien.
Kein Anlaß zur Beunruhigung
Einhellige Rückmeldung war, dass mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit PCB-Belastungen ausgeschlossen werden können. Die Schule
Schwabhausen, sowie der Kindergarten an der Agricolastraße wurden als
konventioneller Massivbau ausgeführt. Fugendichtungen, wie an Fertigteilgebäuden,
sind bei dieser Bauweise nicht erforderlich. Sowohl die Bauweise als auch die
Bauzeit der Schule geben deshalb keinerlei Anlass zum Verdacht auf
PCB-Belastung. Gleiches gilt auch für den Schwabhauser Kindergarten St.
Michael, der im Jahre 1988 zu einem Kindergarten umgebaut und grundlegend mit
neuen Materialien ausgestattet wurde. Die Schließung einer PCB-belasteten
Schule in Nürnberg hat zu einer erheblichen Verunsicherung von Schüler, Eltern
und Lehrer geführt. Die PCB-Belastungen führen hauptsächlich von PCB-haltigen
Fugendichtungsmassen an Fertigteilgebäuden her. PCB war früher auch enthalten
in Anstrichstoffen, Klebe- und Kunststoffen und bestimmten Deckenplatten. Im
Jahr 1973 empfahl der Rat der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung
PCB nicht mehr in offenen, sondern nur noch in geschlossenen Anwendungen
einzusetzen. Seit 1983 wird PCB in Deutschland nicht mehr hergestellt.
Keine 100prozentige Sicherheit
Mit letzter Sicherheit auszuschließen ist eine Belastung nur durch
sachkundige Untersuchung. Aufgrund der vom Innenministerium vorliegenden
Richtlinie für die Bewertung und Sanierung PCB-belasteter Baustoffe und
Bauteile in Gebäuden ist derzeit kein Handlungsbedarf gegeben. Gleichwohl
werden wir Überlegungen anstellen, ob eine Messung in den Gebäuden kurzfristig
durchgeführt wird.
August 2001
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