Gemeinde Schwabhausen

Flächennutzungsplan schafft bis zu 290 neue Arbeitsplätze

Der neue Flächennutzungsplan nimmt Gestalt an. In der vergangenen Gemeinderatssitzung stellte der Planungsverband München einen ersten Entwurf öffentlich vor. Dabei legten die beiden Architekten Oranna Erb und Wolfgang Arz die Grundzüge der Planung dar. Die zukünftige Ausweisung der neuen Bauflächen sollte unter Berücksichtigung eines organischen Wachstums der Gemeinde und zugleich eines ausgewogenen Verhältnisses zwischen Bevölkerungszuwachs und Arbeitsplätzen erfolgen. Hierbei ist schwerpunktmäßig eine Konzentration der Siedlungsentwicklung auf die Hauptorte anzustreben, die über einen Anschluß an das öffentliche Nahverkehrsnetz verfügen. Dies sind Schwabhausen und Arnbach, hinzu kommt auch noch Oberroth. Die erste Planung beinhaltet einen möglichen Einwohnerzuwachs von 20 Prozent, was circa 1.200 Personen entspricht. Bei einem Flächennutzungsplan ist von einem Geltungszeitraum von rund zehn bis 15 Jahren auszugehen. Unter Berücksichtigung einer schrittweisen Baulandausweisung über diesen Zeitraum hinweg, würde dies ein harmonisches Bevölkerungswachstum zwischen einem und zwei Prozent begründen. In den Jahren 1989 bis 1999 lag der Einwohnerzuwachs in Schwabhausen bei 1,7 bis 6,9 Prozent. Aus den Berechnungen des Planungsverbandes ergibt sich ein Netto-Baulandzuwachs von rund 18 Hektar. Auf dieser Fläche könnten 450 neue Wohnungen entstehen. Im Bereich der Gewerbeflächen beinhaltet der erste Entwurf eine Mehrung von 3,2 Hektar. Unter Annahme einer Arbeitsplatzdichte von 30 bis 90 Arbeitsplätzen pro Hektar ergeben sich 100 bis 290 neue Arbeitsplätze in der Gemeinde. Dies wäre eine Steigerung gegenüber den bestehenden Arbeitsplätzen zwischen 22 und 64 Prozent. Berücksichtigt wird im neuen Flächennutzungsplan auch die seit diesem Jahr geltende Ausgleichsregelung nach dem Baugesetzbuch. Diese Regelung sieht vor, daß bei Eingriffen in die Natur und Landschaft wie zum Beispiel bei einer neuen Baulandausweisung, entsprechende Ausgleichsflächen bereitgestellt werden müssen. Hier hat die Gemeinde bereits bestens vorgesorgt und ihre Hausaufgaben gemacht. Es wurden bereits mehrere für Ausgleichsflächen geeignete Grundstücke gekauft, so daß jetzt kein Engpaß in der Gemeindeentwicklung entsteht. Ferner wird derzeit durch das Landschaftsplanungsbüro Luska und Karrer ein Konzept über eine effiziente Einbringung der Ausgleichsflächen erarbeitet, welches in den Flächennutzungsplan einfließen wird.

Das Aufstellungsverfahren des neuen Flächennutzungsplanes steht erst am Anfang. Die Planung wird die Zukunft der Gemeinde mit all ihren Ortsteilen wesentlich prägen. Deshalb sollen bei der Erarbeitung unserer „Zukunftsplanung“ alle die Möglichkeit haben, ihren Anteil dazu beizutragen. Um eine umfangreiche Information zu gewährleisten, wird in Versammlungen die Planung erläutert. Die Gemeindeverwaltung nimmt von den Bürgern Anregungen und Vorschläge jederzeit gerne entgegen. Ansprechpartner sind das Bauamt und Bürgermeister Josef Mederer.

August 2001

 

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